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Kamera-Filter und deren Einsatzmöglichkeiten

Neue und kreative Spielräume durch den Einsatz von verschiedensten Kamera-Filtern.

Verschiedene Kamerafilter. © danymena88 - pixabay.com

Viele Fotografen nutzen Filter für Kameraobjektive, da sie ihnen neue und kreative Spielräume eröffnen. Der allseits bekannte UV-Filter ist hierbei nur eine Möglichkeit unter den vielen speziell getönten oder behandelten Linsenvorsätzen. Im Detail unterscheiden sich die Kamera-Filter sowohl in der Beschaffenheit der Gläser als auch in den Befestigungen oder den Formen. Nachfolgend werden die wohl wichtigsten Kamera-Filter sowie deren Einsatzmöglichkeiten beschrieben. Dazu kommen noch hilfreiche Tipps, wie sich mit den Kamerafiltern wirklich tolle und einzigartige Effekte erzielen lassen.

Der UV-Filter, Schutz vor der Sonne

Wie es der Name schon vermuten lässt, wird der UV-Filter benützt, um die Ultraviolett-Strahlung der Sonne davon abzuhalten, den Sensor der Digitalkamera zu beschädigen. Selbst wer immer gut darauf achtet, mit dem Objektiv nicht direkt in die Sonne zu zielen, kann es kaum vermeiden, das etwa bei einem Kameraschwenk genau dies doch passiert. Auch eine Sonnenblende hilft hierbei nicht viel, da der Sonnenstrahl frontal einfällt. Der vor der Linse liegende UV-Filter hingegen schirmt den Sensor zuverlässig ab. Nicht aus dem Namen ableiten lässt sich eine weitere Funktion des UV-Filters. Er stellt einen guten Schutz des äußeren Objektivglases gegen mechanische Einwirkungen dar. Der UV-Filter ist wesentlich günstiger als das Objektiv. Fällt die Kamera einmal herunter oder das Objektiv stößt an spitze Kanten oder Ecken, wird in der Regel zuerst der UV-Filter beschädigt, das wesentlich teurere Objektiv bleibt heil. In dieser Weise kann der UV-Filter auch den Objektiv-Deckel ersetzen, zumindest in Situationen, in denen die Kamera einsatzbereit bleiben soll.

Der Graufilter, wenn es länger dauern soll

Direkter Vergleich im Bild. Links ohne Graufilter, rechts mit Graufilter GND8. © rollei.de

In der Landschaftsfotografie ist er ein unentbehrliches Hilfsmittel – der Graufilter. Im Grunde ist es ein Vorsatz, der den Lichtdurchfall verringert. Dadurch erhöht sich automatisch die Belichtungszeit. An einem sonnigen Tag mit langen Belichtungszeiten zu arbeiten, erbringt ohne Graufilter nur eines, ein überbelichtetes, weißes Bild. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum überhaupt an einem Sonnentag lange Belichtungszeiten einstellen? Zusammen mit einem Stativ, um Verwickelungen zu vermeiden, sorgt der Graufilter für einen besonderen Effekt. Bei Belichtungszeiten von über einer Sekunde erhält das Landschaftsmotiv eine eigene Charakteristik, die Übergänge sind leicht verschwommen, die Kontraste abgemildert. Bewegungsabläufe werden dynamisch dargestellt. Das Motiv erhält zudem etwas Träumerisches. Graufilter sind in verschiedenen Stärken erhältlich. Je nach gewählter Stärke oder Einheit verändert beziehungsweise verlängert sich die Belichtungszeit an der Kamera. Die Graufilter werden mit folgenden Faktoren, aufsteigend von schwach zu stark, angeboten:

  • Stärke ND 0.3, Verlängerung der Belichtungszeit x 2
  • Stärke ND 0.6, Verlängerung der Belichtungszeit x 4
  • Stärke ND 0.9, Verlängerung der Belichtungszeit x 8
  • Stärke ND 1,2, Verlängerung der Belichtungszeit x 16
  • Stärke ND 1,5, Verlängerung der Belichtungszeit x 32
  • Stärke ND 1,8, Verlängerung der Belichtungszeit x 64
  • Stärke ND 2,0, Verlängerung der Belichtungszeit x 100
  • Stärke ND 2,4, Verlängerung der Belichtungszeit x 256
  • Stärke ND 2,7, Verlängerung der Belichtungszeit x 512
  • Stärke ND 3,0, Verlängerung der Belichtungszeit x 1000

Im Internet finden sich praktische Tabellen, die die Umrechnung der Belichtungszeiten in der Kombination mit den verschiedenen Graufiltern erleichtern.

Das Multitalent Pol-Filter

Gleich mehrere Funktionen vereint der Polarisationsfilter in sich, weshalb er mit Recht die Bezeichnung Multitalent verdient. Schon beim ersten Blick wird der Nutzer des Pol-Filters feststellen, das dieser sich einstellen lässt. Der Effekt des Polfilters liegt darin, dass er polarisiertes Licht nicht reflektiert, sondern absorbiert, woraus sich zwei wichtige Vorteile ergeben.

1. Die Farbwiedergabe des Motivs wird intensiver. Das lässt sich schon im Sucher oder dem Display der Kamera feststellen. Je nachdem, in welche Richtung der Einstellring des Pol-Filters bewegt wird, verstärkt oder verringert sich der Kontrast. Die Farben im Motiv können lebensecht oder sogar überzeichnet dargestellt werden. Der Pol-Filter ist beispielsweise bei Landschaftsaufnahmen, wie etwa einer Blumenwiese, hervorragend geeignet. Gerade bei farbintensiven Motiven lässt sich so auch die zeitaufwendige Nachbearbeitung mittels Bildbearbeitung deutlich reduzieren

2. Noch weit wichtiger dürfte die zweite Funktion des Pol-Filters sein. Er verhindert Spiegelungen und sorgt so dafür, dass Motive so dargestellt werden, wie sie der Mensch sieht. Durch die Absorption des Lichtes im Polfilter werden etwa auf Glas oder einer Wasseroberfläche keine Reflexe erzeugt. So lassen sich zum Beispiel Fische in einem Aquarium oder vom Ufer beziehungsweise einem Boot aus fotografieren. Am besten dafür zuerst auf das Motiv fokussieren und dann den Polfilter einstellen, bis unerwünschte Spiegelungen oder Lichtreflexe verschwunden sind. 

Der Spezialfall Grauverlaufsfilter

Was ein Graufilter ist und wie dieser sich einsetzen lässt, wurde bereits beschrieben. Gewissermaßen eine Spezialität innerhalb der Graufilter ist der Grauverlaufsfilter, weshalb er hier gesondert erklärt wird. Bei einem Grauverlaufsfilter ist nur eine Hälfte der Filterscheibe abgedunkelt. Doch warum ist dies so? In der Landschaftsfotografie besteht oft die Problematik, dass entweder der Himmel über- oder die darunter liegende Landschaft unterbelichtet ist. In der Folge treten zu starke Kontraste auf, verursacht durch die extremen Helligkeitsunterschiede. Mithilfe des Grauverlaufsfilters lassen sich nun die überbelichteten Bereiche, meist der Himmel, künstlich abdunkeln. So erhält die Fotografie eine gleichmäßige Belichtung. Gerade an sonnigen Tagen ist der Grauverlaufsfilter sehr nützlich, etwa bei sehr dunklen Flächen unterhalb des Horizontes und einem darüber liegenden, strahlendblauen Himmel.

Bildquelle:
Bild 1: © danymena88 - pixabay.com Bild 2: © rollei.de

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