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Fotografieren im manuellen Kameramodus

Digitale Spiegelreflexkameras bieten komfortable Automatikprogramme zur Belichtungssteuerung und immer auch einen komplett manuellen Modus. Welche Vorteile dieses manuelle Belichtungsprogramm hat und wie du den Umgang damit recht schnell lernen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Bei normalen, hellen Lichtbedingungen, kann jede moderne Digitalkamera im Automatikmodus ein korrekt belichtetes Foto schießen. Was aber ist mit dem kreativen Aspekt der Fotografie? Wie unterscheiden sich deine Fotos von der Bilderflut auf flickr und anderen Fotoportalen im Internet?

Dieser Artikel ist für fortgeschrittene Fotografen gedacht, die ihre Digitalkamera gut beherrschen und die das Zusammenspiel von Belichtungszeit, Blende und ISO verstanden haben. Wenn du diese Werte bewusst einsetzt, um dein Foto zu gestalten, werden deine Ergebnisse besser, als wenn du der Automatik alle Einstellungen überlässt.

Im M Modus fotografieren

Die Auswahl ob du im manuellen Modus oder mit einem automatischen Belichtungsprogramm fotografierst, triffst du über das Auswahlrad am oberen Ende deiner Spiegelreflexkamera. Der manuelle Modus ist üblicherweise mit einem M gekennzeichnet.

Manuelles Belichtungsprogramm.

Manuelles Belichtungsprogramm.

Wenn du den M Modus ausgewählt hat, musst du dich selbst um die richtige Einstellung von den drei Belichtungsfaktoren Belichtungszeit, Blende und ISO kümmern. Das ist zu Beginn etwas extra Denkarbeit und du wirst vielleicht etwas mehr Ausschuss produzieren. Wenn du diese Einstellungen aber erst mal im Schlaf beherrschst, werden deine Fotos dadurch besser.

Woher weißt du nun, ob du die richtigen Einstellungen gewählt hast? Mit richtigen Einstellungen meine ich hier, dass du eine Kombination aus Belichtungszeit, Blende und ISO gewählt hast, die ein Foto nach deinen Vorstellungen produzieren.

Bevor du das Foto machst, zeigt dir die Kamera meist schon im Sucher oder am Display an, wie dein Bild belichtet wird. So kannst siehst du jederzeit, wie du mit deinen Einstellungen liegst. Wenn die Markierung links der Mitte liegt, wird dein Bild unterbelichtet, rechts bedeutet Überbelichtung. Wenn du darauf achtest, dass die Belichtung immer in der Mitte liegt, werden deine Fotos korrekt belichtet sein.

Nachdem du das Foto gemacht hast, kannst du das Bild am Monitor checken, ob es richtig aussieht. Diese Methode ist gut geeignet, um einen ersten Endruck des Ergebnisses zu bekommen, technisch zuverlässig ist aber nur das Histogramm.

Was du mit dem manuellen Fotografieren erreichst

Ganz eindeutig kannst du die Wirkungen von verschiedenen Belichtungszeiten und Blendeneinstellungen bewusst einsetzen, was unweigerlich zu besseren Fotos führt. Die ISO Einstellungen sollte immer so niedrig wie möglich gewählt sein und macht keine andere Bildwirkung außer, dass es bei zu hohen Werten zu Bildrauschen kommt. Das ist aber eher eine Notwenigkeit, wenn die Umgebung sehr dunkel ist.

Scharfe Fotos dank richtiger Belichtungszeit

Wenn du im Automatikprogramm fotografierst und es wird finster je weiter der Abend voranschreitet, werden deine Fotos immer öfter verwackelt, weil die Belichtungsautomatik die Belichtungszeit immer weiter erhöhen muss. Warum ist das so? In dunkler Umgebung ist die Offenblende schnell erreicht und die Belichtungsautomatik hat nur noch ISO und Belichtungszeit, um eine korrekte Belichtung zu erreichen.

Die Kamera nimmt dabei recht wenig Rücksicht darauf, mit welcher Brennweite du fotografierst und ob du die Kamera auf einem Stativ oder aus der freien Hand auslöst.

Unscharfer Hintergrund dank richtiger Blendeneinstellungen

Speziell bei Portraitfotos sieht es immer wieder schön aus, wenn das Gesicht und das ganze Hauptmotiv schön scharf am Fotos sind und der Hintergrund und Vordergrund verschwimmen in sanfter Unschärfe. Erreicht wird das durch eine offene Blende (niedrige Blendenzahl).

Das ist recht einfach zu machen, aber im Automatikprogramm kann es dir passieren, dass die Kamera viel Licht sieht und daher die Blende mehr schließt, als es für diesen Effekt gut ist. Stelle daher im manuellen Modus eine offene Blende ein und passe die anderen Werte entsprechend an, damit das Foto korrekt belichtet ist.

Warum manuell fotografieren?

Stell dir vor, du fotografierst gerne Portraits von Menschen und hast dir extra eine "Portraitlinse" gekauft. Du machst die ersten Fotos (mit der Automatik deiner Digitalkamera) und bist enttäuscht. Trotz der tollen Offenblende, über die dein neues Portraitobjektiv verfügt, ist der Hintergrund nicht schön unscharf. Warum? Weil deine Kamera im Automatikmodus die offene Blende nicht nutzt, wenn es hell ist. Die Belichtungsautomatik geht immer auf Nummer sicher und wählt eine kurze Belichtungszeit und eine mittlere Blende wenn es möglich ist. Die Kamera weiß nicht, dass du in der Situation eine offene Blende wolltest.

Im manuellen Belichtungsprogramm entscheidest du ganz allein. Alternativ kannst du auch den A oder Av Modus verwenden und die Blende festlegen, die passende Belichtunggzeit wird automatisch berechnet.

Mehr dazu findest du hier:
Fotografieren im manuellen Kameramodus

Geschwindigkeit sichtbar machen mit Bewegungsunschärfe

Du stehst neben Eisenbahngleisen und der Zug kommt angefahren. Du hast dieses Bild im Kopf, in dem der Zug so richtig schnell durch dein Bild rast. Der Zug ist so schnell, dass er leicht unscharf sein muss, um die Geschwindigkeit im Foto sichtbar zu machen. Im Automatikmodus ist es eine Glückssache, ob das Foto auch wirklich so wird. Vielleicht entscheidet die Kamera exakt im Augenblick, wo der Zug vorbei rast, dass es sehr hell ist und eine sehr kurze Belichtungszeit eingestellt wird.

Wenn du im manuellen Belichtungsprogramm fotografierst, hast du alle Faktoren dafür in der Hand. Damit der Zug unscharf wird, musst du die Belichtungszeit etwas länger einstellen und dafür eine niedrige ISO und eine kleinere Blende einstellen, damit das Bild nicht überbelichtet.

Weitere Beispiele

Es gibt noch tonnenweise Beispiele für Vorteile von fotografieren im manuellen Belichtungsprogramm. Bei jeden Foto kannst du damit überlegen: "Welche Brennweite verwende ich, welche Belichtungszeit brauche ich mindestens, um das Bild sicher nicht zu verwackeln?" Das gibt Sicherheit. "Welche Blende möchte ich hier einstellen, möchte ich das Bild vom Vordergrund bis zum Hintergrund scharf oder soll der Hintergrund unscharf sein?"

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